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Aufbruchstimmung in der Industriekultur

Tagung über Industriekultur und Region

„Das Identitätspotenzial der Industriekultur ist künftig nur dann zu nutzen, wenn Netzwerke zusammenarbeiten“, so Anja Nixdorf-Munkwitz von der Stiftung Kraftwerk Hirschfelde.

Die kulturelle Identität hat etwas verbindendes: Menschen eines Ortes, einer Region, eines Landes fühlen sich einer gemeinsamen Geschichte zugehörig. Eine solche Identität kann das Selbstbewusstsein einer Region stärken und auch wirtschaftliche Effekte haben, wenn etwa Industriekultur Teil des Tourismus-Marketings wird. Industriekultur ist in Sachsen nicht so stark identitätsbildend wie beim großen Bruder Ruhrgebiet, aber der Blick in die Geschichte offenbart verblüffende Zusammenhänge. So hat Ferdinand Porsche seine Lehrjahre keineswegs in Stuttgart, sondern vielmehr im sächsischen Zittau verbracht.

Die Tagungsteilnehmer einte eine Aufbruchstimmung. Eine der großen Aufgaben der Zukunft ist es, die Leistungen der Menschen in der inzwischen vielerorts brachliegenden Industrie zu würdigen und historische Erinnerung lebendig zu erhalten. Aber erst, wenn dieses Erbe an die junge Generation erfolgreich vermittelt wird, ist die Industriekultur in Sachsen auch zukunftsfähig.

Damit das überregional gelingt, so Jens Hommel, der die aktuelle Sonder-Ausstellung im Zittauer Stadtmuseum „Phänomenal“ über die Anfänge der  Zittauer Auto-Industrie kuratiert hat, müssen wir Möglichkeiten finden Menschen zusammenzubringen, die keine gemeinsame Sprache sprechen, sei es wegen unterschiedlicher Regionalkulturen, sei es wegen unterschiedlicher Generationenzugehörigkeit.

Ausstellungen sind ein Medium, das Menschen zusammenbringen kann.

Titel der Tagung: Industriekultur und Region (9.11.2013)
Veranstaltungsort: Kulturfabrik Meda Mittelherwigsdorf
Tagungsbericht auf der Seite der Koordinierungsstelle für Industriekultur in Sachsen
Veranstalter der Tagung: Stiftung Kraftwerk Hirschfelde

(aw 13.11.2013)

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Bild: Marc Pelzl