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Kerl Sein. Kulturelle Szenen und Praktiken von Jungen

Buchankündigung

Jugendkulturen sind für Heranwachsende wichtige Orte der Identitätsbildung. Sie bieten ihnen unter anderem Angebote für die Entwicklung ihres sexuellen und geschlechtlichen Selbstverständnisses und ermöglichen den Jugendlichen bisweilen auch, andere Identitäten abseits von Heterosexualität und Geschlechterdualismus zu stiften.

Standen in der Vergangenheit bei der Ausbildung solcher Identitäten vor allem Mädchen im wissenschaftlichen Fokus, so nahm sich ein aktueller Sammelband des Verlags Archiv der Jugendkulturen nun den Jungen an. Er basiert auf den Beiträgen der Jungen(arbeits)tagung Jungskulturen und Bubenszenen, die am 14.06.2012 in der Hochschule Esslingen stattfand und nun unter dem Titel Kerl Sein. Kulturelle Szenen und Praktiken von Jungen veröffentlicht werden.

Die Beiträge behandeln Vorstellungen und Praktiken von Männlichkeiten in jugendlichen Szenen wie den Ultras, Gamers, HipHop, Emos, Visual Kei, Cosplay, Manga/Anime und Straight Edge Hardcore, die Männlichkeitsentwürfe von muslimischen und russlanddeutschen Jugendlichen oder Maskulinität in politischen Szenen wie den Autonomen oder Neonazis.

Christian Schmidt hat darin ebenfalls einen Beitrag verfasst. Gemeinsam mit Matze Jung hat er sich mit Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität im HipHop – und hier im speziellen im Rap und im Graffiti Writing – auseinandergesetzt.

Kerl Sein. Kulturelle Szenen und Praktiken von Jungen umfasst 360 Seiten und erscheint als Hardcover-Veröffentlichung am 4. Juli 2014 im Verlag Archiv der Jugendkulturen. Das Buch kann bis zum 3. Juli 2014 zum Subskriptionspreis von 22,- Euro hier bezogen werden

(cs 30.06.2014)


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