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Ortswechsel – Migrationsgeschichte(n) aus dem Bornaer Land

Neue Ausstellung in Borna

Vom 30. April bis 26. Juni 2014 ist die Ausstellung „Ortswechsel. Migrationsgeschichte(n) aus dem Bornaer Land“ im Museum der Stadt Borna zu sehen. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Schülerprojektes, das vom Dezember 2013 bis April 2014 im Museum der Stadt Borna durchgeführt wurde und von einem Bündnis bestehend aus dem Museum der Stadt Stadt Borna, dem Bon Courage e. V. und der Schulsozialerbeit des Internationalen Bundes e.V. im Landkreis Leipzig initiiert wurde.

Jugendliche aus Borna setzten sich in diesem Projekt mit den Erfahrungen und Erlebnissen von Migranten in ihrer Stadt auseinander und machen diese nun in einer Ausstellung hör- und sichtbar.

Sie lernten dabei nicht nur Geschichten von Bewohnern ihrer Stadt kennen, die oftmals kaum bekannt sind, sondern auch, wie eine Ausstellung funktioniert, wie man sie konzipiert, plant und umsetzt.

Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Migrationsgeschichte(n) von Menschen, die unterschiedlich alt sind, aus unterschiedlichen Herkunftsländern kommen, aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimat verlassen haben und unterschiedlich lange bereits in Borna leben. Sie zeigen in der Ausstellung, wie verschieden und vielfältig Migration in Borna erfahren und erlebt werden kann.

In Zeitzeugen-Interviews fragten sie in Borna lebende Migranten, warum sie ihr altes Zuhause verließen, mit welchen Hoffnungen und Ängsten sie sich auf die Reise machten, was sie dabei zurückließen oder wie sie in Borna aufgenommen wurden. Sie fragten nach Gegenständen, die für den „Ortswechsel“ dieser Menschen stehen und verfassten dazu gehörige erklärende Texte. Unter Anleitung der zeitläufer entwickelten und realisierten sie daraus schließlich eine Ausstellung, die am 30 April 2014 um 16:30 Uhr im Museum der Stadt Borna eröffnet wird.

(cs 28.04.2014)

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Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

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Drawn – Illustrated (Hi)stories of Colonial Soldiers

Neue Ausstellung in Berlin

Am 10. Mai 2014 wird die Ausstellung „Drawn – Illustrated (Hi)stories of Colonial Soldiers“ der Agentur zeitläufer in Berlin zu sehen sein. 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Heute, 100 Jahre später, zeichneten junge Comic-Künstler Geschichten über Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg. Diese kämpften nicht nur in den Kolonien der europäischen Nationen, sondern auch auf dem europäischen Kontinent selbst. An der Westfront in Belgien und Frankreich setzte Großbritannien beispielsweise indische Kolonialtruppen ein oder Frankreich mit ihren Tirailleur Sénégalais afrikanische Kolonialsoldaten.

Elf Comic-Zeichner aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Lettland, Estland, Polen und Serbien zeigen ihre Arbeiten anlässlich des von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Körber-Stiftung und der Robert-Bosch-Stiftung durchgeführten Europe 14/14 HistoryCampus im Palais am Festungsgraben in Berlin-Mitte. Die zeitläufer konzipierten und realisierten diese Comic-Ausstellung in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte e. V.

„Drawn – (Hi)stories of Colonial Soldiers“ kann am 10. Mai 2014 von 16:00 bis 23:30 Uhr im 1. OG des Palais am Festungsgraben (Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin) besucht werden.

(cs, 28.04.2014)

Ausstellungsflyer Drawn

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Museen und Politik

Ein Social Media Projekt

Vom 9.-12. September 2014 findet in St. Petersburg die ICOM-Konferenz Museum & Politics“ statt, die von den nationalen ICOM-Komitees in Russland, Deutschland und  den USA ausgerichtet wird.

Die Konferenz beschäftigt sich mit unterschiedlichen Aspekten des Verhältnisses zwischen Museen und Politik:

„The conference (…) is about nothing less than the localization of museums in the political sphere, their options to influence our world but also the dangers of being influenced.“

Die Konferenz wird begleitet vom Social Media Projekt Museum, Politics and Power: An International Conversation. Die Diskussion über das Verhältnis von Museen und Politik soll dadurch über die lokale Konferenz hinausgetragen werden und eine internationale Dimension bekommen.

Bereits jetzt sind einige interessante Beiträge in deutscher, englischer und russischer Sprache online gestellt.

Dr. Markus Walz, Professor für Theoretische und Historische Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, verortet in seinem Artikel Museen im Spannungsfeld zwischen statistischer Selbstdarstellung und Daseinsvorsorge und geht dabei der immer wiederkehrenden Frage in der Museumslandschaft nach, was die Quantität der Museumsbesucher eigentlich mit der Qualität einer musealen Einrichtung zu tun hat.

Die Kulturanthropologin und Kulturmanagerin Katrin Hieke beschäftigt sich in ihrem Beitrag Museum und Macht – Ein Besuch im vorarlberg museum damit, wie es Museen gelingen kann, die Deutungshoheit über die Dinge, ihre Geschichten und ihre Wahrnehmung in Frage zu stellen und die Sichtweisen und das Wissen der Ausstellungsbesucher in die präsentierten Geschichten einfließen zu lassen.

Besonders empfehlenswert ist das Interview, das Linda Norris mit Ihor Poshyvailo, dem stellvertretenden Direktor des Ivan Honchar Museums, des nationalen Volkskundemuseum in Kiew, geführt hat. Sie sprechen darüber, wie sich die Museen in der Ukraine gegenüber den anhaltenden Protesten auf dem Maidan-Platz positionieren  und welche Rolle museale Einrichtungen in einer solchen sozialen Bewegung wie in Kiew spielen können und sollen. Gerade für Volkskundemuseen und historische Museen stellt sich insbesondere die Frage, ob sie die Ereignisse lediglich dokumentieren sollen oder als öffentliche Institutionen in die Debatte eingreifen sollen.

Weitere lesenswerte Beiträge werden bis zur Konferenz im September 2014 sicherlich noch folgen. Es lohnt sich deshalb, immer wieder einen Blick auf die Webpage zu werfen.

(cs, 21.01.2014)

Wasserwerfer

Bild: Wikimedia/User: Holger.Ellgaard/CC-BY-SA-3.0